Aufgrund der vor allem in 2015 stark zunehmenden Zahl an Asylsuchenden, die unterzubringen sind, musste die Stadt Ludwigshafen auch immer mehr Unterbringungsmöglichkeiten schaffen.

Vor wenigen Jahren gab es im Wesentlichen zwei Standorte zur Unterbringung, und zwar eine größere Unterkunft in Rheingönheim (Rampenweg) und eine weitere in Oppau (Edigheimer Straße). Seit Ende 2013 werden Asylsuchende auch in städtischen Wohnungen in den Obdachloseneinweisungsgebieten untergebracht.

Die Unterbringung der Asylsuchenden stellte die Stadt Ludwigshafen vor große Herausforderungen. Im April 2014 beschloss der Stadtrat den Bau einer Unterkunft in Modulbauweise in Oggersheim (Mannheimer Straße). Diese Unterkunft ist seit Herbst 2015 belegt.

Ein Jahr später stimmte der Stadtrat für den Bau von insgesamt zehn zweigeschossigen Unterkünften für jeweils etwa 50 Personen, die im Laufe des Jahres 2016 bezugsfertig wurden oder noch werden. Für diese Gebäude wurde im gesamten Stadtgebiet nach geeigneten Flächen, die in Besitz der Stadt Ludwigshafen sind, gesucht. Die ausgewählten Standorte befinden sich in Mundenheim, West, Oggersheim und Edigheim. Die ersten vier Gebäude in Mundenheim wurden Mitte 2016 fertig gestellt.

Eine weitere Möglichkeit bot sich der Stadt in der Mundenheimer Wattstraße. Dort konnte sie - nach entsprechendem Stadtratsbeschluss - ein Gelände der Pfalzwerke kaufen. Drei vorhandene Gebäude wurden zu Unterkünften umgebaut, zwei neue Gebäude entstanden. Eines der Gebäude, eine ehemalige Lagerhalle, ist als Notunterkunft konzipiert, die belegt wird, wenn alle eigentlichen Unterkünfte bereits voll belegt sind. In diese Notunterkunft sind Ende Juli 2015 die ersten Menschen eingezogen.

Eine weitere Notunterkunft als Interimslösung, die in zwei Leichtbauhallen Platz für etwa 200 Personen bietet, ist zudem in Mitte auf dem Messplatz entstanden. Hier ist in 2016 eine weitere Halle hinzugekommen. Letztere wird von der städtischen Volkshochschule als Unterrichtsraum (Deutschkurse für die Asylsuchenden) genutzt. Die beiden zuerst aufgebauten Hallen werden derzeit nicht zur Unterbringung von Menschen genutzt.

Weitere Notunterkünfte entstehen in West an der Wollstraße und in Maudach.