Die Festspiele Ludwigshafen 2019 finden von 18. Oktober bis zum 14. Dezember statt.

Der international gefeierte Theatermacher Robert Wilson inszeniert “Die Dreigroschenoper” mit dem Berliner Ensemble als optisch opulentes Erlebnis. Foto: Lesley Leslie-Spinks.

Bildgewaltige Aufführungen und virtuose Darstellungskunst bestimmen bis zum Jahresende das Programm der Pfalzbau Bühnen. Während der XV. Festspiele Ludwigshafen sorgen szenisch originell umgesetzte und mutig interpretierte Choreographien, klassisches Schauspiel oder Bühnenadaptionen bekannter literarischer Werke für hochklassige Unterhaltung.

Gleichermaßen als Regiegenie und Erneuerer der Theatersprache gilt Robert Wilson, der mit dem Berliner Ensemble am 9., 10. und 11. November "Die Dreigroschenoper" aufführt. Die Pfalzbau Bühnen bringen Ende November die Urfassung von Johann Wolfgang von Goethes "Götz von Berlichingen" auf die Bühne. Die Werkschau des SchauSpielHauses Hamburg findet mit Elfriede Jelineks Drama "Am Königsweg“ am 1. und 2. November ihre Fortsetzung. In dem Stück knöpft sich die Literaturnobelpreisträgerin mit US-Präsident Donald Trump einen der mächtigsten und umstrittensten Staatenlenker vor.

Die Produktionen "Ab jetzt“ und "Effi Briest - allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie“ komplettieren die Werkschau im Zuge der Festspiele. Figuren in glitzernden Anzügen und mit Adlermasken bevölkern zu düsteren Klängen in "Omphalos“ eine halbrunde, graue Scheibe. Bereits mehrfach war Choreograph Sidi Larbi Cherkaoui zu Gast in Ludwigshafen - diesmal präsentiert er am 19. und 20. November seine Kreation "Sutra“, welche dem spirituellen Kern des Kung-Fu-Kampfsports nachspürt.

Klassische Werke erklingen bei den Sinfoniekonzerten im BASF-Feierabendhaus Mitte November und Anfang Dezember. Das Freiburger Barockorchester interpretiert am 20. und 21. November Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz spielt am 4. und 5. Dezember Werke von Johann Sebastian Bach, Anton von Webern, Francis Poulenc und Maurice Ravel. Als Solist tritt Jean Rondeau am Cembalo auf.

Für Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren zeigt das Teatro Telaio zugleich rührend und lustig am 17. Dezember mit "HUGS/Umarmungen“, wie man Zuneigung ausdrücken kann. Im Stück merken zwei Pandabären, dass sie sich mögen, rätseln aber darüber, wie sich das dem Gegenüber klarmachen lässt.

Bild: Lesley Leslie-Spinks